Archiv der Avantgarden

Raum mit Menschen, die sich etwas anschauen
© SKD, Foto: Oliver Killig

intro

The Archiv der Avantgarden (AdA), an archive of 20th-century avant-garde art, contains approximately 1.5 million artworks and other objects, making it one of the most comprehensive collections of its kind. Collector Egidio Marzona began to amass the archive in the late 1960s and continued in the decades that followed. The archive holds paintings and drawings, sketches and prints, furniture and design objects. Above and beyond this, a dazzling concentration of photographs, correspondence, manuscripts and manifestos, artist records (vinyl) and films, primary and secondary literature and further material document the artistic activity of the entire century, in Europe but also far beyond its borders. The AdA helps trace the artistic ideas and numerous radical utopias of the century and brings to light the amazing interconnectedness of artists. The holdings of the archive provide a wealth of information and serve as a basis for research. Researchers and interested parties from both Germany and abroad are invited to work in and explore the AdA. Temporary exhibitions and a varied programme of events, with lectures, discussions and workshops, illustrate and probe the phenomenon of the 20th-century avant-garde.

special exhibition
21.11. - 16.12.2017

Methodologies of Teaching and Learning

Subject of the second essay is the educational gesture, in the attempt to articulate the past of its collection in the face of the needs of our present time.

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Regal mit Stühlen
© SKD, Foto: Oliver Killig

Upcoming Events

  • Teaserbild zur Veranstaltung Wohnen lernen! Object Talk zu Wohnratgebern
    Wed 29.11. 18:30

    Japanisches Palais  —  Archiv der Avantgarden

    Christian Demand, Herausgeber Merkur, Berlin (Moderation: Rudolf Fischer)

    Mit der industriellen Massenfertigung von Möbeln und Hausrat seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstehen nicht nur ständig neue Produkte und Formen; es entsteht auch ein neues, in der Designgeschichte selten ausdrücklich gewürdigtes, tatsächlich aber hochinteressantes literarisches Genre: Wohnratgeber. Dabei handelt es sich um didaktische Schriften, das heißt sie sollen verhaltensleitend wirken. Sie unterrichten zur angemessenen Auswahl, Zusammenstellung und Gestaltung von Mobiliar und Wohnraum, zugleich aber transportieren sie dezidierte soziale Ordnungsvorstellungen. Im Object Talk werden Beispiele von avantgardistischen, aber auch traditionellen Wohnratgebern der 1920er Jahre bis zur heutigen Zeit präsentiert und darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, wie die Verschränkung von Ethos und Gestaltung in dieser literarischen Gattung funktioniert.

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    • Teaserbild zur Veranstaltung Doppelvortrag mit Gespräch: Avantgarden unterrichten
      Wed 06.12. 18:30

      Japanisches Palais  —  Archiv der Avantgarden

      Anke Blümm, Bauhaus-Museum Weimar, und Annette Lehmann, FU Berlin (Moderation: Gilbert Lupfer)

      1. Avantgarden unterrichten? Experimente und Netzwerke (Anke Blümm)

      Mit der Schließung des Bauhauses im April 1933 zerfiel zwar der institutionelle Rahmen der in ihrer Zeit führenden Kunst- und Designschule; sie bestand jedoch als virtuelle Struktur unterschiedlicher, empirisch zu untersuchender Netzwerke seiner Angehörigen fort, deren Bildung oft weit in die Geschichte der Schule zurückreichte. Ein 2013–2016 von der DFG gefördertes Projekt „Bewegte Netze“ widmete sich der Erforschung der Bauhausangehörigen und ihren Beziehungsnetzwerken insbesondere in den 1930/40er Jahren. Anke Blümm wird darauf aufbauend in ihrem Vortrag unterschiedliche Lehrsituationen aus dem Bauhaus vorstellen. Dabei steht der Wandel vom frühen Bauhaus in Weimar unter Walter Gropius bis zum Direktorat Mies van der Rohes im Fokus. Die Vielfalt der pädagogischen Mittel und Individualität der Einflüsse trug sich auch in der späteren Lehre ehemaliger Bauhaus-Studierender fort.

      2. Lernen und Lehren am „Black Mountain College“ (Annette Lehmann)

      Der Vortag widmet sich dem „Black Mountain College“ (1933–1956), das in North Carolina zu einer der führenden Kunst- und Bildungsinstitutionen in den USA des 20. Jahrhunderts avancierte. Prominente Personen wie Josef und Anni Albers, John Cage, Albert Einstein, William und Elaine de Kooning und Robert Rauschenberg haben dort gelehrt und gelernt. Als pädagogische Institution revolutionierte das College wesentliche Bereiche der künstlerischen Ausbildung und kombinierte Kunst, Theater, Musik, Literatur, Architektur, Physik und Geschichte. In diesem Vortrag werden ausgewählte künstlerische Positionen, edukative Praktiken und künstlerische Arbeitsweisen vorgestellt.

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