Forschung im AdA

Ein Aktivitätsschwerpunkt des Archivs der Avantgarden (AdA) ist – neben Archivierung und Dokumentation, neben Ausstellung und Vermittlung – der Bereich „Forschung und Wissenschaft“. Die Sammlung des AdA bietet aufgrund ihrer einzigartigen Struktur und Dichte die ideale Grundlage zur Erforschung und Neubewertung der künstlerischen Avantgarden in ihren gesellschaftlichen Verflechtungen im 20. Jahrhundert. Im AdA werden die Spuren der künstlerischen Ideen, der zahlreichen radikalen Utopien und die erstaunlichen Vernetzungen der Künstler untereinander sichtbar. Das Archiv der Avantgarden greift den internationalen und interdisziplinären Impuls der Sammlung auf und fungiert als innovatives Forum für Wissenschaft und Forschung. Ziel ist es, das AdA zu einem lebendigen Ort des wissenschaftlichen Austausches zu machen, an dem neue Denkmodelle und Methoden aktiviert und umgesetzt werden. Eingeladene Fellows und Gastwissenschaftler erproben kontinuierlich interdisziplinäre und transkulturelle Fragestellungen, die das internationale Forschungszentrum AdA in Dresden zu einem Kristallisationspunkt von Wissenschaft und Forschung machen. Gleichzeitig werden in Vorträgen und Workshops die Ergebnisse der Forschung in allgemeinverständlicher Aufbereitung an ein breites Publikum aus Stadt und Region vermittelt.

AdA Internationale Fellows und Stipendiat*innen

AdA lädt internationale Wissenschaftler*innen für Forschungsstipendien (Research fellows) und Künstler*innen als Gäste (Artists in residence) ein.

Fellows 2019

Fellow 2019

Fine Kugler

Fine Kugler untersucht im Archiv der Avantgarden Wechselwirkungen zwischen musealer und privat-kommerzieller Ausstellungspraxis.

Ausstellungsraum des Künstlers El Lissitsky in Dresden
© Alexander Paul Walther, Repro: Andreas Diesend.
Fellow 2019

Megan Hoetger

Megan Hoetger (USA) recherchiert am AdA im Nachlass von Birgit Hein zum Verhältnis von unabhängiger Kulturproduktion und den Frauenbewegungen in West- und Ostdeutschland zwischen 1973 und 1985.

AdA-Fellows

Fellow 2018

Meike Beyer

Meike Beyer beschäftigt sich mit den Futurismus-Beständen im Archiv der Avantgarden (AdA) und geht der Frage nach, wie die Künstler*innen der Avantgarde über verschiedene mediale Kanäle interagierten.

Ausschnitt aus Titelblatt von Zeitschrift 1917
Fellow 2018

Michela Lupieri

Michela Lupieri forscht zu Radical Design und vor allem der Gruppe Memphis in Italien.

Material aus dem Archiv

Forschungsprojekte

Das AdA unterstützt internationale Forschungsprojekte im engeren und weiteren Zusammenhang mit dem Archiv der Avantgarden. Es handelt sich neben eigenen Forschungsleistungen (auch in Kooperation mit anderen Institutionen der SKD oder mit Hochschulen bzw. Forschungsinstituten) meist um Projekte, die drittmittelfinanziert sind. Partner sind Forschungsinstitutionen, Museen und Hochschulen und aus dem In- und Ausland.

INVITATIONS

Forschungsprojekt 2018/19

INVITATIONS

Die Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin Anna-Lena Werner erforscht die künstlerischen Netzwerke des 20. Jahrhunderts durch den Bestand von Einladungskarten im Archiv der Avantgarden im Rahmen einer Kollaboration mit der Freien Universität Berlin und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
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Forschungsprojekt 2019/20

VERACHTUNG. Zu einer überzeitlichen Bestimmung der Avantgarde

Der Kulturwissenschaftler, Kurator und Bildtheoretiker Prof. Dr. Hubertus von Amelunxen erforscht im AdA die Bestände von Photographie und Film.

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Otto Mühl (Archiv Brigit Hein)
Aus der Sammlung

Zier- und Schmuckstück für jedes Zimmer

Die drei Ventilatorenmodelle im AdA, die zur Entwurfsreihe von Peter Behrens zählen, gehören dem wohl bekanntesten Typ des Tischventilators an, der auch ein beliebtes Motiv der AEG-Werbegrafik war. Die Neuartigkeit der Entwürfe von Behrens bestand darin, dass er ihre Form aus dem technischen Aufbau des Gerätes heraus entwickelte und fast gänzlich von dem Einsatz von Ornamenten und Dekor absah.

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