Archiv der Avantgarden

Raum mit Menschen, die sich etwas anschauen
© SKD, Foto: Oliver Killig

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Das Archiv der Avantgarden (AdA) enthält mit ca. 1,5 Mio. Objekten eine der umfangreichsten Sammlungen von Kunstwerken und Objekten der künstlerischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts, die der Sammler Egidio Marzona seit den späten 1960er Jahren zusammentrug. Im Archiv befinden sich Gemälde und Skulpturen, Zeichnungen, Skizzen und Drucke, Möbel und Designobjekte. Darüber hinaus dokumentieren in einmaliger Dichte Fotos, Korrespondenzen, Manuskripte und Manifeste, Künstlerschallplatten und Filme, Primär- und Sekundärliteratur und weitere Materialien das künstlerische Geschehen des gesamten Jahrhunderts – innerhalb Europas und weit darüber hinaus. Im AdA werden die Spuren der künstlerischen Ideen, der zahlreichen radikalen Utopien und die erstaunliche Vernetzung der Künstler untereinander sichtbar. Der Archivbestand des AdA dient zur Information und ist Ausgangspunkt für Forschung. Wissenschaftler und Interessierte aus dem In- und Ausland sind eingeladen, im AdA zu arbeiten und das Archiv zu erforschen. Wechselnde Ausstellungen und ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops veranschaulichen und thematisieren unterschiedlichste Aspekte des Phänomens Avantgarde im 20. Jahrhundert.

Sonderausstellung
17.01.2018 -10.02.2018

Bedingungen der Arbeit und des Wohnens

Im Fokus der Präsentation stehen die großen Themenfelder Bauhaus und Werkbund, ebenso werden antiautoritäre Wohnmodelle (z. B. Kinderladen) behandelt.

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Regal mit Stühlen
© SKD, Foto: Oliver Killig

Kommende Termine

  • Object Talk mit Günter Höhne, Berlin

    Um 1910 auf ihren Namen getauft, wahrten Dresdner Erika-Schreibmaschinen ein halbes Jahrhundert lang stets ihren Charme und mehrten ihren Ruf als zuverlässige Bürokräfte. In der DDR um 1979 vom Kombinat Robotron zwangsvereinnahmt, war die Erika-Modellfamilie längst eine feste Größe auch im Westexport-Geschäft. Allein aus der Schreibmaschinen-Jahresproduktion 1987 bei Robotron wurden 300.000 nach Frankreich und in die Benelux-Länder geliefert, fast 600.000 in die BRD und eine Million mit arabischer Tastatur in den Mittleren und Nahen Osten. Doch nicht nur auf Grund ihrer verlässlichen Funktionalität waren diese technischen Serienerzeugnisse weltweit gefragt, sondern auch ihrer anmutigen eigenständigen Gestaltung wegen.

    Welche Entwicklungen das Gerätedesign nahm und unter welchen kulturellen Aspekten und materiell-technischen Bedingungen, dazu weiß der Berliner Designpublizist und Buchautor Günter Höhne die eine und andere Episode zu erzählen, auch Ross und Reiter zu benennen, sprich Hersteller, Erfolgs-Modelle und deren Gestalterinnen und Gestalter.

     

    • Avantgarde an der Augustusbrücke

      • Teilnahmegebühr: 14,00€/8,00€ für MitgliedeR
      • Kontakt: Führung durch die Ausstellung mit anschließendem Cocktail, Anmeldung unter freunde@skd.museum jetzt Mitglied werden unter www.freunde-skd.de
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