Meike Beyer

Meike Beyer (*1989) studierte Kunstgeschichte und Romanistik (Italienisch) an der TU Dresden sowie Kulturerbe: Bewahrung und Management (Conservazione e gestione dei Beni Culturali) an der Università degli Studi di Trento (Italien). Von 2011 bis 2014 war sie Mitarbeiterin im TU-Dresden-Teilprojekt des European Network for Baroque Cultural Heritage (ENBaCH) an der Professur für italienische Literatur- und Kulturwissenschaft am Institut für Romanistik und ist seitdem an der TU Dresden tätig. Sie promoviert zu dem aus Sizilien stammenden Dramatiker und Dichter Ruggero Vasari und dessen Wirken auf das futuristische Netzwerk in Deutschland nach 1920. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen kulturelle Austausch- und Übersetzungsprozesse, soziale und kulturelle Netzwerke im Zeitalter der historischen Avantgarde sowie allgemeine Kulturtransfer- und Netzwerkforschung.

Daran anknüpfend beschäftigt sich Meike Beyer im Rahmen ihres Fellowship mit den Futurismus-Beständen im Archiv der Avantgarden (AdA) und geht der Frage nach, wie die Künstlerinnen und Künstler der Avantgarde über verschiedene mediale Kanäle interagierten und inwieweit die vielgestaltigen transnationalen Netzwerke der futuristischen Bewegung mit literarischen, künstlerischen, architektonischen und politischen Räumen der europäischen Moderne nach dem Ersten Weltkrieg korrelieren.

Michela Lupieri

Michela Lupieri (*1983) ist Kuratorin, Autorin und Forscherin aus Italien. Sie studierte Bildende Kunst an der Akademie in Venedig und schloss 2011 mit einem Master mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst ab. Sie arbeitete als Assistenzkuratorin für Dolomiti Contemporanee und RAVE – East Village Artist Residency, zur Zeit ist sie Mitglied des kuratorischen Teams von Palinsesti. In ihrer kuratorischen Praxis beschäftigt sie sich mit der Schnittstelle von Kunst, Architektur und öffentlichem Raum. Darüber hinaus befasst sie sich seit ihrer Masterarbeit zum Art Park, Egidio Marzonas Freiluft-Kunstsammlung in Italien, in ihrer Forschung schwerpunktmäßig mit der Sammlung Marzona. In den letzten Jahren kuratierte sie u.a. die Ausstellung Pasolini presenta/e. P.P. Pasolini in the Egidio Marzona Collection und war Gastsprecherin der Reihe Conversation on Emmett Willian’s ear by Dick Higgins on Fluxus in the Marzona Archive.

Ihre aktuelle Forschung am Archiv der Avantgarden unter dem Titel Where do we go from here? folgt dem Prinzip der Serendipität und zielt darauf, unsichtbare Verbindungslinien zwischen einzelnen Teilen des Archivs aufzuzeigen, angefangen im Bereich Design und vor allem bei der italienischen Bewegung Memphis. Ihrem Interesse an interdisziplinären Perspektiven folgend untersucht Michela Lupieri die Struktur des Archivs umgekehrt chronologisch und über künstlerische Bewegungen, Länder und visuelle Sprachen hinweg. Zugrunde liegt ihrer Forschung Claire Bishops Theorie dialektischer Gegenwärtigkeit: die Idee von Gegenwärtigkeit als einer Form der Archäologie. Leitthema ihrer Forschung ist das Gefühl, radikal zu sein, ein Glaube, der eng mit der Vorstellung von Subversivität und Distanz zu traditionellen Regeln verknüpft ist und viele Bewegungen in der Kunst und im Design des 20. Jahrhunderts kennzeichnet.

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